Montag, 30. Januar 2012

Laufende Verzinsung bei Lebensversicherungen

Es ist mal wieder so weit, Schaulaufen um die höchsten Prozente. Von A wie Allianz bis Z wie Zurich machen alle mit und wollen so hohe Prozente wie möglich raushauen. Da bleibt einem gar nichts übrig außer Rennlisten zu erstellen, oder doch?

Ja doch, ein paar Gesellschaften verdienen positive bzw. negative Erwähnung!

Die Asstel, die Internettochter der Gothaer ist mal mit brutal hohen Überschussbeteiligungen gestartet. Klar; ist der Bestand klein, macht es wenig Unterschied ob ich als Vorstand 7% oder 6% durchdrücke, Hauptsache der Wachstumskurs stimmt. Gleiches Spiel bei der Cosmos. Das macht die Gesellschaften nicht per se schlecht, ist aber reudig!
Hier merkt man die deutlich längere Erfahrung einer HUK oder Europa (Tochter der Continentale), welche sich solche Fehler nicht (mehr?) leisten.

Positiv zu erwähnen ist... diesmal nichts. Die Zahlen sprechen für sich und sind einfach zu schlecht als dass da noch lobende Worte übrig bleiben können. Spaßig finde ich so ein paar Experten, wo die laufende Verzinsung noch unter der durchschnittlichen Garantiezinszusage liegen. Spannend, wie das gelöst werden soll. Nachtigall ich hör dir trapsen...

Sonntag, 29. Januar 2012

Fremdschämen: Erbärmliches Geschachere für 22,50 EUR

Liebe Leser,

jeder darf in unserer Marktwirtschaft frei agieren, was sich aber hier bei dem Dialog abgespielt hat, verschlägt mir glatt die Sprache. Bewusst sind nur die Nicknames und nicht die echten Namen eingeblendet, denn die Streiterei drehte sich tatsächlich um sagenhafte 22,50€, die Hälfte der 50,00€ Werbeprämie.

Popcorn raus und Flamewar betrachten!

Weiter kommentieren muss man diesen Dialog wohl nicht. Wegen der Kommentar Funktion, ist es nicht ganz stringent zu lesen. Fremdschämen setzt bei mir trotzdem ein...
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dortmunder 11.11.2011 - 8:46
Hallo! Möchte einen Vertrag bei der HANNOVERSCHEN LEBEN abschließen. Wenn mich jemand wirbt, erhält er eine dicke Prämie. Suche jemanden, der einen Vertrag dort hat und mit dem man die Prämie teilen kann. :-)

Rick65 14.11.2011 - 17:24

Hallo Dortmunder, ich bin schon Kunde bei der HL und wenn noch Bedarf besteht wäre ich gerne behilflich. MfG Rick65

Kommentar von dortmunder 25.11.2011 - 2:08

Können Sie mir mailen?

Antwort von Querkopf 11.11.2011 - 8:57

Abgesehen davon, dass ich sowohl von der Hannoverschen Leben, als auch von solchen Schacher-Aktionen nicht viel halte -- erklär mir doch mal bitte, wie du eine Einkaufskarte teilen willst ... Denn es gibt die Prämie nur in Form einer Einkaufskarte !! Welche Versicherung möchtest du denn dort abschließen? Vielleicht kann ich dir das Produkt ja viel günstiger anbieten -- und vielleicht bekommst du bei mir auch eine viel höhere Prämie ... oder du gehst selbst mal zu einem Versicherungsmaklerr - vielleicth stellst du ja dann selbst fest, dass die Hannoversche nicht das Gelbe vom Ei ist. Die haben kein einziges Produkt, was ich als Versicherungsmakler nicht locker toppen könnte .... Grüße vom Querkopf

Kommentar von dortmunder 11.11.2011 - 10:21

Sie schicken mir die Karte und ich überweise Ihnen einen noch festzulegenden Betrag. So kann man teilen. Oder Sie gehen einkaufen und überweisen mir einen noch festzulegenden Betrag.

Eine Privat-Rente mit guten Rückkaufs- und soliden garantierten Werten bei Kapital und Rente. VHV ist ganz okay. Wenn Sie hier auf der Suche nach Kunden sind, sollten Sie dringend an Ihrem Tonfall arbeiten – nur so als Hinweis von einem Newbie.
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Kommentar von Awando 11.11.2011 - 10:25

Und ich wollte Ihnen die Prämie komplett schenken.

Sind Sie sicher, dass die garantierten Renten tatsächlich garantiert sind ? Und sind Sie sicher, dass die Rückkaufwerte solide sind ? Worauf beziehen sich Ihre Annahmen ?

Sie müssten, wie gesagt, lediglich unterschreiben, dass Sie bewusst auf eine Beratung incl. aller Konsequenzen und Regressansprüche gegen mich verzichten, wenn etwas anders läuft als Sie sich selber so ausgedacht haben :-)
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Kommentar von Querkopf 11.11.2011 - 10:54

Der Newbie kann scheinbar nicht zwischen den Zeilen lesen !!! Aber macht nichts ... ich hoffe für dich, dass du mit der Hannoverschen glücklich wirst - es gibt zwar deutlich bessere Produkte im Bereich Privat-Rente, aber die Prämie scheint ihre Wirkung nicht zu verfehlen !! :-) Übrigens - ich bin hier nicht auf der Suche nach Kunden... ich helfe nur Leuten, die ernstgemeinte Fragen haben und auch bereit sind, ernstgemeinte Antworten zu würdigen !!
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Kommentar von dortmunder 11.11.2011 - 11:04

Der Drops ist für mich gelutscht, Querkopf. Da können Sie noch so viel rumzätern. Mit Ihnen möchte ich keine Geschäftsbeziehung. Ihre Unterstellungen und neunmalklugen Voreingenommenheiten können Sie sich echt sparen! Frechheit... Echt!
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Kommentar von Querkopf 11.11.2011 - 11:07

... :-)
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Kommentar von Chris891 11.11.2011 - 11:44

querkopf hat aber nunmal recht^^
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Kommentar von dortmunder 11.11.2011 - 11:47

Chris, ganz ehrlich... Wieso soll ich hier die Beweggründe darlegen? Will ich eine Diskussion über andere Optionen? Nein! Ich will doch einfach nur einen HL-Kunden. Ich verstehe nicht, wieso Sie da einem unfreundlichen Menschen Recht geben. Aber möglicherweise liegen Sie da einfach auf einer Wellenlänge. Mehr als heiße Luft, Verbittertheit und Stuss kommt von dem User bei dieser Frage nicht. Und es erstaunt mich schon, dass Leute, die so etwas beruflich machen, sich so viel Zeit für Stuss nehmen... Muss ja mächtig gut laufen im Business ^^
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Kommentar von Querkopf 11.11.2011 - 14:13

lass gut sein !! Er will es so

Antwort von finanzmakler 13.11.2011 - 12:57

Hallo viel Spaß mit der Hannoverscherschen im Rentenalter,

Nettorendite von 1999-2010 auf Platz 70!!!!!!!!! mit 4,48% -------- Bei 78 Gesellschaften-----------------Die Branche hat 5,09% --------Gute Anbieter brachten es auf 5,5%

_--------- Da nützen auch die geringeren Abschlusskosten dann nix, wenn die Gesellschaften keine Ahnung hat vom Rendite erwirtschaften.

Je länger der Vertrag laufen soll um so wichtiger die Rendite, je kürzer um so wichtiger eine geringe Kostenquote.---------


Antwort von althaus 12.11.2011 - 19:09

Wenns um Geld geht gibt es keine Freunde. Deine Frage ging hier wohl mächtig in die Hose. Stell Dich doch vor einer HL-Niederlasuung und sprech die Leute an die täglich rein und rausgehen.


Antwort von Awando 11.11.2011 - 9:24

Risiko LV der Hannoverschen ?

Kein Thema. Ich schließe die ab, du kassierst allein die Prämie und unterschreibst, dass du auf Beratung verzichtest, obwohl ich die dringend angeraten habe. Dann hast du die volle Prämie, ich bekommen noch 20 Euro oder so an Provision und alle sind glücklich ;-)

Wie Menschen heute Versicherungen abschließen....

Kommentar von dortmunder 11.11.2011 - 10:22

Lieben Dank für Ihr Angebot. Ich suche jedoch einen HL-Kunden, keinen Vermittler. Dennoch lieben Dank für Ihr Angebot! :-)
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Kommentar von Awando 11.11.2011 - 10:26

Cool. Sie zahlen also exakt die gleiche Prämie mit exakt den gleichen Bedingungen und verzichten lieber auf die Hälfte der Prämie, als dass Sie jemandem etwas gönnen der Vermittler ist.
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Kommentar von Awando 11.11.2011 - 10:30

Machen wir es doch so. Sie bekommen, wie gesagt, die gleichen Konditionen und Bedingungen und die Hälfte der Provision zahle ich an mein Patenkind von WorldVision und Sie behalten die volle Prämie.

Sie müssen nur unterschreiben, dass Sie halt auf eine Beratung mit allen Nachteilen verzichten...
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Kommentar von dortmunder 11.11.2011 - 11:01

Lieber Herr XX,

bedauerlicherweise können Sie mir den Vertrag nicht anbieten. Es ist ein speziell durch einen AL der HL genehmigter Vertrag. Ihre Hartnäckigkeit und Ihr karitativer Einsatz sprechen allerdings für Sie! Ich wünsche Ihnen persönlich und beruflich alles Gute und viel Erfolg!

Beste Grüße,XX
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Kommentar von Awando 11.11.2011 - 12:10

Was ist ein AL ? Ich stehe gerade auf dem Schlauch.
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Kommentar von Querkopf 11.11.2011 - 11:14

warum redest du überhaupt noch mit dem ?? Entweder steht er auf Anke Engelke oder auf die Prämie ... einen anderen Grund für die HL kann ich mir nicht vorstellen... Mich wundert allerdings, dass er das alles hier ernst nimmt --- jeder andere hätte längst gemerkt, dass er veräppelt wird !! ... :-)

Mittwoch, 25. Januar 2012

Der Satan kehrt zurück - Mehmet E. Göker ist wieder da!

Nein, das ist kein schlechter Witz. Mehmet E. Göker, der Chef des ehemaliger Kasseler Strukturvertriebs MEG hat die Bühne wieder betreten, nicht dass er sie ja ernsthaft verlassen hätte. Unten gibt es übrigens ein neues Video dazu.

Was war?

Mit der MEG hat Göker dicke Provisionen für die Abzocke... äh den Verkauf von privaten Krankenversicherungen am Telefon verdient. Zu Spitzenzeiten hatten die Auszubildenden firmeneigene (geleaste) Ferraris, die Führungskräfte firmeninterne Huren - man verzeihe mir den Ausdruck aber so haben die Jungs den Großteil ihrer weiblichen Azubinen selbst bezeichnet - Partys, Drogen und Mehmet selbst.
Keine Frage, vertrieblich war Göker extrem erfolgreich, menschlich war er es nicht.

Dann kam der Absturz

Razia, Vorschüsse wurden zurück gefordert, es lief nicht mehr. Göker flüchtete in die Türkei und führt ein sorgenfreies Leben. Seine Mutter hat jetzt dort eine Firma, wo er "nur Angestellter ist". Die Firma macht zufälligerweise das gleiche wie der Sohn auch, aber die Mama leitet das bestimmt und ist nicht nur eine Marionette, natürlich. Jetzt werden halt aus der Türkei heraus Krankenversicherungen verkauft. Macht sich auch viel besser, kann man Verkäufern doch gleich das schöne Leben bei 30° im Schatten schmackhaft machen...

Versicherungen sind die verlogensten Lügner überhaupt!

Wer mit so einem skrupellosen Abzocker arbeitet - menschlich ist Mehmet übrigens echt nett, denn ich habe ihn privat kennen gelernt - , der hat selbst keine Skrupel. Alle schimpfen sie und sagen wie schlecht es doch wäre, aber ich wette jede Versicherung arbeitet mit der Firma "der Mutter", weil es wieder Umsatz bringt. Die geldgierigen Schweine lernen es wohl nie. An sich darf ein solcher Laden keinen einzigen Vertrag mehr in Deutschland platzieren, aber hier wird offenkundig mit charakterlich nicht geeigneten Leuten gearbeitet.

Und mir wirft man vor, ich dürfte Versicherungen nicht als unfaire, intransparenter Dienstleister fernab des Kundennutzens bezeichnen. Werfe doch den ersten Stein... ach lassen wir das.

Unten übrigens ein Videoausschnitt aus Versicherungsvertreter. Ja, der gute Mehmet bekommt sogar seinen eigenen Film...

Sonntag, 22. Januar 2012

Unisex nur bei neuen Versicherungen

Am 21.12.2012 greift die EU-Gleichstellungsrichtlinie, nach derer Versicherungen nur Unisex-Tarife anbieten dürfen. Die Versicherer befürchten eine Ausweitung der Richtlinie mit hohen Kosten, denn dann müsste beispielsweise unabhängig von Gesundheit oder Behinderungszustand kalkuliert werden. Sprich eine Separation nach Risiko wäre kaum noch möglich, aber genau das machen Versicherungen.

Versicherer übten Druck auf Brüssel aus

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat Ausnahmen für den Bestand, etwa die 90 Millionen Lebensversicherungen sowie andere Versicherungen, erlaubt. Die Richtlinie soll trotzdem ausgeweitet werden, wobei die Kommission plant jedwede Finanzdienstleistungen aus zu nehmen. Weitere Änderungswünsche der Versicherungen wurden abgelehnt.

Hintergrund - Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom März 2012

Die EU-Richter hatten eine in der Gleichstellungsrichtlinie von 2004 enthaltene Ausnahme von der Gleichbehandlung gekippt. In der Folge war unklar ob es für Bestand oder Neugeschäft das Neugeschäft gilt. Ein kostenintensiver Umdeckungsprozess wurde dadurch zumindest nicht begünstigt.

Und jetzt?

Unisex hat in der Versicherungswirtschaft nichts zu suchen! Es ist einfach erwiesen, dass wir nicht alle Menschen gleich sind, nicht alle Lebensumstände gleich usw.. Kapital gedeckte System brauchen diese Differenzierungen, da sie sonst nichts anderes werden als Umlagesysteme, wie sie der Staat betreibt. Dann bräuchte man auch keine Versicherungen mehr.

Fehler in der Denkweise

Man könnte es aus reinem Selbstzweck argumentieren. Aber die Umlagesysteme sind nicht in der Lage Katastrophen auf zu fangen, da sie aufgrund der Umlage und vollumfänglicher Risikoadjustierung nur sehr geringe Summen auskehren können. Mögliche Folgen sind, dass Sie für Ihr abgebranntes Haus nur eine Mindesterstattung bekommen, weil der Durchschnittswert deutlich geringer ist als Ihr Verkehrswert. Oder aber Sie bekommen willkürliche Prämien und Erstattungen, weil jedes Jahr die Umlage (mehrfach) angepasst werden muss. Irgendwie sagt mir mein Gefühl, kein Versicherter fände irgendeine dieser Gangarten dauerhaft gut...

Montag, 16. Januar 2012

Riester und Rürup Renten werden einfacher vergleichbar

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) beauftragte das Institut für Finanzdienstleistungen e.V. (IFF) zur Erstellung eines Muster-Produktinformations-Blatts (PIB) mit maximal zwei Seiten Länge. Branchen- und Verbraucherverbände wurden bei der Entwicklung mit einbezogen worden.

Alles soll vergleichbar werden

Es soll Vergleiche zwischen Rentenversicherungen, Investmentfonds, Banksparplänen und Wohn-Riester-Produkten möglich machen. Die Renditeminderung (Reduction in Yield) durch Kosten soll prozentual sowie in Euro ausgewiesen werden. Verluste bei vorzeitiger Kündigung sollen in Euro genannt werden, denn die Verbraucher wüssten nicht um die hohen Abschlusskosten.

Gute Ergenisse bei Umfragen und Tests

Eine weitere Informationspflicht im Internet mit beispielhaften Produktberechnungen wird diskutiert. Sogar eine einheitliche Vorlage ist in Planung, was sehr zu begrüßen wäre. Mit den neuen Info-Blättern konnten Verbraucher bei Tests 72-83% der Fragen zu fondsgebundenen Renten oder Banksparplänen richtig beantworten.


Meinung des Autors zum Thema:
Ein Schritt in die richtige Richtung! Die Kennzahl RIY (Reduction in Yield) hat zwar auch Schwachstellen, ist aber ein Fortschritt, zumal eine einheitliche Darstellung auf maximal zwei Seiten von der Regierung vorgegeben wird.

Wünschenswert wäre noch der Einbezug aller Kostenbestandteile (z. B. Fondskosten wie die TER) sowie Modellrechnungen ohne Rückvergütungen (Kickbacks). Denn dann könnte man einfach alle Renten anhand des Rentenbarwerts miteinander vergleichen oder alle Lebensversicherungen anhand des Endkapitalwerts (Kn). Aber ich vergas, das ist ja von der Branche nicht gewünscht...

Und irgendwie fürchte ich, dass bereits kreative Umgehungsmethoden in Arbeit sind. Aber trotzdem gilt für eine gute Idee, Daumen hoch.

Sonntag, 15. Januar 2012

Unnütze Versicherungen laut Welt Online

Die Redakteure der Welt Online haben wieder im Schlamm gewühlt, heraus kam eine Liste der zehn unnützesten Versicherungen. Ok, eigentlich haben die nur stumpf die Empfehlung vom Bund der Versicherten übernommen. Aber das macht nichts, denn in der Masse sind das ja zutreffende Aussagen.


Platz 10 - Glasbruchversicherung

Die finanzielle Belastung für die Reparatur einer kaputten Scheibe dürfte niemanden in den Ruin stürzen. Lohnen kann sie sich allenfalls, wenn Sie einen Wintergarten oder eine sehr teure Spezialverglasung an Ihrem Haus haben.


Platz 9 - Brillenversicherung

Sie glauben, diese Versicherung ersetzt Ihnen bei Bruch oder Beschädigung Ihrer Brille das gute Stück vollständig? Nein! Ein neues Brillengestell gibt es allenfalls, wenn Ihre Brille gebrochen oder beschädigt oder mindestens zwei Jahre alt ist. Einfache Gläser bekommen Sie lediglich bei Beschädigung oder einer deutlichen Sehstärkenveränderung (mindestens 0,5 Dioptrien). Wollen Sie eine besondere Fassung oder höherwertige Gläser, kommen Sie um eine kräftige Zuzahlung nicht herum, da der Zuschuss sehr überschaubar ist.

Typisches Produkt mit dem geistige Unterschichtler schnell auf den Warnlisten der Versicherungswirtschaft landen.


Platz 8 - Krankenhaustagegeldversicherung (KHTG)

Ob die Krankenhaustagegeldversicherung die finanzielle Grundlage fürs tägliche Obst oder für das Fernsehgerät im Krankenhaus sein muss, ist mehr als fraglich.

Ausnahme: Wenn Sie es als Ersatz für ein Zweibettzimmer nehmen, kann man darüber nachdenken. Aber auch dann ist es meist zu teuer. Bei Selbstständigen kann es als Ersatz für den Verdienstausfall angesehen werden, wobei da ein anständiges Krankentagegeld (KTG) deutlich sinnvoller ist!
IdR rentieren sich derartige Verträge nur, wenn man sie in ganz jungen Jahren abschließt oder jedes Jahr bettlägrig ist.


Platz 7 - Reisegepäckversicherung

Haben Sie Ihren Koffer im Flughafen oder im Bahnhof immer in der Hand oder zwischen die Beine geklemmt? Denn die Reisegepäckversicherer zahlen oft nur anteilig oder gar nicht, weil sie Ihnen grob fahrlässiges Verhalten im Umgang mit Ihrem Gepäck vorwerfen. Zudem sind Wertsachen wie Schmuck, aber auch wertvolle Sachen beispielsweise Film- und Fotoapparate nur unzureichend mitversichert.

Tipp: Unter bestimmten Voraussetzungen ist Ihr Gepäck ohnehin in der Hausratversicherung versichert.


Platz 6 - Handyversicherung

Verlust oder Beschädigung eines Handy wird nienamden ruinieren. Entschädigt wird ohnehin nur der Zeitwert, meist mit Selbstbeteiligung. Neugeräte lassen sich meist auch nur innerhalb von drei Monaten ab Kaufdatum versichern.

Typisches Produkt mit dem geistige Unterschichtler schnell auf den Warnlisten der Versicherungswirtschaft landen.


Platz 5 - Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung


Sie glauben nicht, dass es eine Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung gibt?

Kein Geld gibt es, wenn Braut oder Bräutigam bei der Trauung „Nein" sagen! Also ehrlich, sowas braucht kein Schwein!



Platz 4 - Versicherung gegen „häusliche Notfälle"

Sie haben sich ausgesperrt? Ihre Heizung ist ausgefallen? In solchen und anderen Fällen werden Sie vermutlich einen Notdienst rufen. Kostet zwar, ruinieren wird es aber niemanden. Da wird sich eine Versicherung kaum rechnen können, wie denn auch? Die tritt nur selten ein. Mieter müssen ohnehin nicht für Schäden an Mietsachen aufkommen, die sie nicht selbst verursacht haben.



Platz 3 - Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr (UBR/ UPR)

Diese Police ist eine „Milchmädchen-Rechnung". Denn sie zahlt sich keineswegs aus: Den Betrag, den Sie nachher zurückbekommen, haben Sie vorher zusätzlich einbezahlt. Obendrein wird die Erstattungssumme nur mäßig verzinst. Wenn Sie genau hinschauen, sind auch die Versicherungsleistungen meistens nicht ausreichend.

Der Abzocker Klassiker: Hier wird eine Kapitallebensversicherung verkauft und der Unfall Mantel wird als Alibi oben drauf gelegt. Doppelt blöd, denn es kommt nicht zur Auszahlung, nur weil man einen Unfall hat. Es gilt PAUKE - Erklärung an anderer Stelle - und eine dauerhafte Invalidität!


Platz 2 - Insassenunfallversicherung

Verursachen Sie einen Unfall und werden Ihre Fahrgäste verletzt, tritt Ihre eigene Kfz-Haftpflicht ein. Trägt ein anderer Verkehrsteilnehmer die Schuld, zahlt dessen Versicherung. Auf eine zusätzliche Insassenunfallversicherung können Sie also verzichten.

Möglichkeit: Wenn Sie Fahrgemeinschaften mit Kindern haben, dann könnte das eine Option sein. Aber selbst dann halte ich es für rausgeworfen Geld, denn das könnten Sie anderweitig sinnvoller absichern.


Platz 1 - Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist eine geldzehrende Kapitallebensversicherung. Wer sie abschließt, zahlt bei langer Laufzeit am Ende häufig mehr ein als die Hinterbliebenen herausbekommen. Wenn Sie Ihre Angehörigen entlasten wollen, ist eine rechtzeitige Geldanlage die bessere Alternative.

Für junge Menschn gilt, lieber eine Risikolebensversicherung und den Differenzbetrag angelegt, so bekommt man in jedem Fall mehr raus!


Teilweise Text Quellen:
Bund der Versicherten & Welt Online

Donnerstag, 12. Januar 2012

Rechengrößen in der Sozialversicherung in Euro

Wert Monatlich/
Jährlich
Alte Bundesländer
2012
Alte Bundesländer
2011
Neue Bundesländer 2012 Neue Bundesländer 2011
BBMG Allgemeine Renten- und Arbeitslosen-Versicherung Monatlich 5.600 5.500 4.800 4.800

Jährlich

67.200

66.000

57.600

57.600

BBMG Knappschaftliche Rentenversicherung

Monatlich

6.900

6.750

5.900

5.900

Jährlich

82.800

81.000

70.800

70.800

BBMG Kranken- und Pflegeversicherung

Monatlich

3.825

3.712,50

3.825

3.712,5
Jährlich 45.900 44.550 45.900 44.550

Jahresarbeitsentgelt-Grenze Kranken- und Pflegeversicherung (JAEG)

Monatlich

4.237,50

4.125

4.237,50

4.125
Jährlich 50.850 49.500 50.850 49.500

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

Monatlich

2.625

2.555

2.240

2.240
Jährlich 31.500 30.660 26.880 26.880

Montag, 9. Januar 2012

Versaute OP & Notfall Zahnklinik - Ihr Autor ist ein paar Tage außer Gefecht

Erklärungen später, jetzt gilt erstmal aua und ab ins Bett. :(

Das Bild ist weiter unten und SEHR EKLIG. Zwar nicht von mir, kam der Situtation aber schon ziemlich nahe. Die Story dazu folgt, leider. Und so saublöd es sich anhören mag, hier war ich heilfroh Privatpatient zu sein!





















Donnerstag, 5. Januar 2012

Verschuldung von Staaten und Unternehmen

Ein kluger Leser und Mandant, an der Stelle ein "Hallo" an Thomas,

hat mich gefragt, warum ich Staatsanleihen für schlechter erachte als Unternehmensanleihen. Da mir grad die Zeit für lange Erklärungen fehlt, fasse ich mich kurz.

Unternehmen (produktiv) brauchen keine Staaten, Staaten brauchen aber Unternehmen (Steuern). Bricht der Staat zusammen, werden wir immer noch essen, trinken, bauen und andere Unternehmensleistungen konsumieren.
Unternehmen dürfen sich nicht beliebig verschulden, nach einem Bankrott sind die führenden Köpfe arm und weg vom Fenster, außer bei Bänkern, da gibt es immer noch goldene Handschläge. Beim Staatsbankrott sitzen dagegen die selben Idioten an der macht, die den Karren vorher mit an die Wand gefahren haben. Und sowas spiegelt sich auch in Kennzahlen wieder, eine davon ist die Verschuldung. Schön zu sehen in der Grafik unten.

Montag, 2. Januar 2012

User Frage zur Beitragsentlastung bei der Krankenversicherung

Frage:

Ich grüße euch :-)
Ich musste neulich meine PKV kündigen, da die Beitragserhöhung sehr krass ausfiel. Beim Abschluss der neuen PKV riet man mir, die Altersrückstellung separat abzuschließen - damit sie nicht bei einem erneuten Wechsel bei dem Versicherer bleibt, sondern ich sie somit garantiert hätte. Stellte sich dann allerdings mit Zusendung der Unterlagen raus, dass es sich im Endeffekt um eine Lebensversicherung handelt - was ich etwas seltsam finde.
Meine Frage daher - ist es sinnvoll dabei zu belassen oder soll ich doch widerrufen?
Herzlichen Dank euch für eure Ratschläge :-)

Antwort:
Werter USER,

vermutlich sind Sie einem Scharlatan aufgesessen. Oben finden Sie Informationen zum Wechsel, unten zur Lebensversicherung/ Beitragsentlastung.

Wechsel oft nachteilig

Der Wechsel einer PKV sollte deshalb immer gut durchdacht werden. Aufgrund von Profilbild und Geschlecht, sowie Ihrer Äußerung zur Beitragsanpassung, vermute ich, dass Sie ein Central Kunde waren.

Bevor eine Kündigung angeraten wird, sollte der Berater eine Tarifoptimierung innerhalb der Gesellschaft nach §204 VVG prüfen. Mit diesem Vorgehen lassen sich geringere Beiträge bei gleicher, teils sogar besserer Leistung, erzielen. Ihr Gesundheitszustand verhindert das nicht, wenn es richtig angegangen wird. Nicht nur dass ein seriöser Berater darauf hinweist, er erklärt Ihnen auch, dass derartige Dienstleistungen ein Honorar kosten, weil diese nicht verprovisioniert sind. Ob jetzt erfolgsabhängig oder Pauschal, ist eine Individualvereinbarung. Sie finden dazu Angebote im Internet oder - Achtung Eigenwerbung - beim persönlichen Kontakt.


Beitragsanpassungen (BAP) sind ein systemimmanentes Problem


Selbst wenn Sie wenige Euros durch einen Wechsel sparen würden, so ist dies nur bedingt sinnvoll. Aufgrund der Kalkulation sind Tarife oft einige Jahre moderat in der Steigerung und haben dann einen hohen Sprung, was u. a. daran liegt, dass Kostensteigerungen von unter 5% p. a. (nicht kummuliert!) vom Versicherer NICHT den Kunden belastet werden dürfen. So kann es sein, dass ein acht Jahre lang stabiler Tarif plötzlich um 50% im Beitrag steigt, weil die notwendigen Steigerungsraten vorher von der Versicherung nicht umgelegt werden durften. Auf Rechtsquellen wird hier verzichtet, da es Sie ja nicht befriedigt das zu wissen. Der beste Zeitpunkt zum Beitritt in einen Tarif ist NACH so einer Explosion, weil die notwendigen Anpassungen vorgenommen wurden und ein marktgerechtes Preisniveau einkalkuliert wurde. Sofern die Gesellschaft keine strukturellen Probleme hat, bei der Central darf man das aber so sagen, sollte genau das KEIN Grund für einen Wechsel sein.

Sofern Sie kein Central Kunde waren, und selbst dann gilt es das zu prüfen, sollten Sie den Wechsel durch Freigabeverhandlungen ggf. rückgängig machen. Ein guter Berater würde diesen Prozess für Sie übernehmen. Achtung, auch hier wird mangels Provision ein Honorar fällig. Die Eigenwerbung gilt auch hier.

Das Mär von dem Altersrückstellungstopf - Mehr Geld bei weniger Einzahlung?

Die Auswirkung der Altersrückstellung können Sie erst im Alter greifen, weshalb dieser Verlust nicht bemerkt wird, wohl aber vorhanden ist. Hier wird häufig falsch mit einer fachlich richtigen Aussage des Deutscher Ring argumentiert. Korrekt ist, dass der Versicherer Altersrückstellungen als Töpfe bildet und Sie in Abhängigkeit von Ihrem Beitrag daran partizipieren. Je mehr (Beitrag) Sie einzahlen, umso mehr bekommen Sie davon. Theoretisch könnten Sie woanders weniger zahlen und trotzdem gleich viel bekommen, weil der Topf einfach größer ist.

Wie es aber gehen soll, dass bei durchschnittlich weniger Einzahlung mehr im Topf sein soll, das möchte ich vorgerechnet sehen! Die Aussage des Vermittlers ist sachlich falsch oder inkorrekt wieder gegeben!

Internte statt teure externe Vorsorge

Anstatt einer Lebensversicherung, sollten Sie innerhalb der Krankenversicherung Entlastungsbausteine besparen. Diese haben einen Garantiezins von 3,5%, was Sie zzt. ohne Kosten nirgends risikofrei erhalten können, und können steuerlich so abgesetzt werden wie Ihr Krankenversicherungsbeitrag. Der Clou ist, dass es zu vereinbarten Auszahlungszeitpunkt (z. B. mit 65) nicht zu einer steuerbaren Einnahme kommt, weil die Beiträge direkt bei der Krankenversicherung verrechnet werden. Sie können also vornweg einen Steuervorteil nutzen und haben hinten keine Steuernachteile!

Diese Gelder wären bei einem Versichererwechsel verloren. Ein guter Berater berät aber, dass Sie nicht wechseln müssen, hier darf also die Intention und/ oder das Fachwissen des Vermittlers angezweifelt werden.

Nachteile einer Privatrente

Die Privatrente müssen Sie versteuern. Hinzu kommen die hohen Kosten und Gebühren. Völlig egal ob es die Continentale ist (über die Impuls), das Stuttgarter Gesundheitskonto (über diverse Vertriebe) oder andere Renten, Sie zahlen fast immer drauf. Außerdem sind die Auszahlungen nicht garantiert, bei den internen Rückstellungen schon.
Zusätzlich hätte dann eine Altersvorsorge Beratung statt finden sollen, welche erfahrungsgemäß leider oft ausbleibt.

Handlungsempfehlung Ohne Ihre Situation genau zu kennen, sollten Sie - vorbehaltlich sachverändernder Tatsachen - gegen Gebühr den Verbraucherschutz oder einen spezialisierten Berater aufsuchen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie an eine Stümper geraten.


Bitte bleiben Sie regelmäßiger Leser, es warten noch weitere nützliche Informationen auf Sie.Viel Erfolg bei Ihrer Recherche.

Grüße Ihr
Walter Benda