Sonntag, 26. August 2012

Dienstag, 21. August 2012

Stümper behindern meine Arbeit, heute die Postbank

Kennen Sie das? Sie suchen einen Beleg und finden ihn nicht direkt, also flux beim online Konto nachgeschaut? Falls nein, sollten Sie mal probieren, spart immense Mengen Zeit ein. So wollte ich das auch bei der Postbank machen, wo ich ja eines meiner Geschäftskonten habe. Aber im online Bereich zeigte mir die Box nur: "Keine Dokumente enthalten."
Komisch, also flux den Postbank Support angeschrieben was denn da los sei und wo ich meine online Kontoauszüge einsehen könnte.

Die "Antwort" des Support Teams, welche schon fünf Tage brauchte


Sehr geehrte Frau Benda, -> Wenn die Hirn-beim-Schlange-stehen-Verlierer mich nochmal zur Frau machen, dreimal schriftlich zur Korrektur aufgefordert habe ich die schon, dann kündige ich aus Prinzip das Geschäftskonto... *argh*

vielen Dank für Ihre E-Mail. -> Nix zu danken, ich habe Langeweile...

Sie wünschen den Online-Kontoauszug für Ihr Geschäftskonto. -> Kluges Mädchen, ja!

Das aktuelle Angebot Online-Kontoauszug wurde für die Bedürfnisse der Privatkunden konzipiert. -> Und?

Geschäftskunden haben andere Anforderungen und Wünsche als Privatkunden. Ach was? Sie unterliegen der Buchführungspflicht und müssen besondere Anforderungen der Finanzbehörden erfüllen. Nein, sag blos! Daher können wir den Online-Kontoauszug für diesen Kundenkreis zurzeit leider nicht anbieten. -> Halt! Man erkennt an, dass ich weitergehende Anforderungen und Pflichten habe und beschließt als Unterstützung mir den ohnehin vorhandenen Zugang zu online Auszügen zu deaktivieren? Gehts noch? Hat denen wer ne Kochsalz Lösung rektal verabreicht und gesagt die sollen beim gegenseitigen Handstan ne Mundspülung damit vornehmen?

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir Ihnen nicht mitteilen, ob oder wann für die von Ihnen angesprochene Dienstleistung eine entsprechende Anpassung vorgesehen ist. -> Ist ja auch so schwierig bei der Funktion display=0 ein display =1 zu machen...

Änderungen geben wir in der Regel durch Beilagen zum Kontoauszug bekannt. -> Na welch Ironie. Wenn ich dann meinen online Kontoauszug bekäme, würde man mir in diesem, über den man ja nicht separat benachrichtigt wird, mitteilen, dass ich diesen ab dann hätte. Grossartig, diese Logik wird nur noch übertroffen vom Postbank Vorstand, der so gequirlte Scheiße wie "grenzenloses Wachstum" in den Mund nimmt. Der einzige Organismus der das macht ist ein Krebs, und der endet tödlich. Wenn die so weiter machen, tut mein Herz das übrigens auch...

Haben Sie Fragen? Haben Sie ein Arschloch oder sind Sie schon eins? Die Geschäftskundenberater unseres Business Centers stehen Ihnen Montag bis Samstag von 8.00 bis 21.00 Uhr unter der Telefonnummer 0180 44 40 400 (20 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz; Mobilfunktarif max. 42 Cent/Minute) gerne zur Verfügung. -> Wenn ich da anrufe und die in ein Minenfeld bestelle, werden die dann brav da aufschlagen?

Mit freundlichen Grüßen -> Ich grüße euch mal freundlich Ihr Euro-Ganoven! Wenn der Freundliche in grün-weiß, Verzeihung in blau-weiß, lustig mit seiner Kelle am Straßenrand winkt und Sie einfach weiter rasen, bekommen Sie auch ein Schreiben mit freundlichen Grüßen. Da wünschen Sie sich in der Regel auch die Kelle herbei um mal so heftig zurück zu winken, dass der Kamerad Schnappatmung bekommt. Und ich schwöre Ihnen, liebe Leser, wenn ich mit denen fertig bin atmen die Jungs durch ein Trachensystem...

Ihr Postbank E-Mail Team


Fazit der ganzen Kiste


Wenn die derartige Stümperei als Kundenservice verstehen, muss ich da weg. Und damit es weh tut, wird bei unbefriedigener Antwort das ganze als offener Brief an den Wettbewerb mit gereicht. Verdammtes Bankster Pack!

Sonntag, 19. August 2012

Einstein VS Ninjas

Nein, natürlich ist das nicht ernst gemeint. Genau genommen ist es sogar völlig hirnrissig, dennoch lag ich nach Luft schnappend am Boden.

Es geht um Deutschland, Japan, den zweiten Weltkrieg, Einstein, die Atombombe... und Ninjas. Es geht mal nicht um Aktien, Versicherungen oder Indizes. Nach einer unwahren Begebenheit. Viel Spaß!

Freitag, 17. August 2012

Führ mich zum Schotter!

Sinngehalt? Keiner! Mir geht's grad gut und das ist ein super Zeitpunkt ein altes Credo raus zu kramen, was auf Deutsch sogar besser ist als auf Englisch. Genießen sie also den "Vorzeige"-Scientologen Tom Cruise mit Cuba Goodin Jr. in einer seiner guten Rollen bei Jerry Maguirre: Führ mich zum Schotter! Und auf Englisch, weil da auch noch schön ist: PS. Sollte einer meiner Mandanten jetzt meinen, dass ich die Nummer für ihn auf führe, hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht...

Donnerstag, 16. August 2012

Wenn sich bei Arbeitswegen verfährt, hat keinen gesetzlichen Unfall-Schutz!

Mal wieder ein Fall aus dem Leben: Zwei Mitarbeiter kaufen ein Fahrzeug von einem Miet- und Transportunternehmen, welches sie an den Firmensitz überfuhren. Mangels Ortskenntnis, haben sie sich verfahren. Durch Umwege kamen sie deshalb aus anderer Richtung als üblich und hatten Unfall.
Stellen Sie sich einfach vor, Ihr Chef hätte Sie einen Leihwagen wegbringen oder holen geschickt oder Sie sollen mal grad eine Besorgung machen...

Die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) zahlt nicht


Die gesetzliche Unfallversicherung zahlte nicht. Laut dieser stellt es eine Unterbrechung des Arbeitswegs dar, wenn man etwa in der "falschen" Richtung zur Arbeit fährt, da es weder der direkteste Weg zur Arbeit war noch es einen betriebsbedingten Grund für die Umwege gab. Der gesetzliche Schutz erlischt in so einem Fall pauschal. Netterweise werden noch Straßenkarten zur Berechnung heran gezogen und kein Lineal über eine geografische Karte gelegt. Aber wer weiß, womöglich kommen die ja bald auf ähnliche Ideen.

Unerwartete Niederlage vor Gericht

Die Fahrer verloren ihre Klage vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG Urteil: Az.: L 3 U 151/08) aufgrund der oben genannten Argumentation. Die Richter hielten es für eine deutliche Zäsur des Arbeitswegs und bestätigten die Ansicht der gesetzlichen Unfallversicherung.
Warum das deutlich war, erschließt sich mir nicht. Hier eine menschliche Schwäche so aus zu legen ist doch nicht statthaft, zumal das gleiche Gericht schon einmal geurteilt hat, dass Medikamenten indizierte Unfälle schon okay sein. Ja ne is klaaaaa...

Persönliche Meinung


Mich wundert dieses Urteil, denn einem Mitarbeiter fehlende Ortskenntnis zu Lasten zu legen scheint mir unangebracht, sonst hätte man bei einer neuen Arbeit die ersten Tage fast immer die gleiche Gefahr unversichert zu sein. Mal ohne Quatsch, oft gibt es ja anfangs eine Eingewöhnungsphase wo man sich erst orientieren muss, da kommt verfahren etc. mal vor.

An Stelle der Angestellten würde ich weiter klagen. Alternativ, aber das ist mehr eine hypothetische Lösung als ein Rat, würde ich mich am Arbeitgeber schadlos halten. Der hätte ja (theoretisch) auch Karten und Navis bereit stellen können. Eine ungefähr genau so sinnvolle Forderung wie der Verlust von Versicherungsschutz, weil man sich irgendwo nicht auskennt. Man stelle sich mal vor eine Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt nicht, weil man mangels Ortkenntnis die Beschilderung falsch eingesehen und einen Unfall gebaut hat. Alle würden schreien wie schrecklich die Versicherung ist, aber wenns von Staatswegen so passiert, ist das halt so...

Mittwoch, 15. August 2012

Privat: Autoschrauber statt Finanzer

Was macht ein FDL (Finanzdienstleister) aka Versicherungs-Yogi am Morgen wenn er um unsägliche kurz nach sechs aus dem Bett geklingelt wird... genau, erstmal ein JabiKo (= janz billischen Korn). Da aber der Weckgrund und mein Arzt gegen diese Form des Frühalkoholismus sind habe ich notdürftig gegessen und mich dann an die Recherche gemacht was an meiner Asi-Schleuder, ein schicker 3er BMW, denn kaputt sein könnte.

In Frage kamen die Wasserpumpe, die Visco-Kupplung, mangelnde Kühlflüssigkeit oder ein Leck im Kühlkreislauf, defekte Elektronik (der Messer z. B.) und ggf. die Zylinderkopfdichtung (das wäre arschteuer!).

Schmutzige Hände aber funktionierendes Töff-Töff


Nachdem ich mich die letzten 2,5h Stunden schmutzig gemacht habe, läuft der Wagen aber wieder. Die Wasserpumpe habe ich entdreckt, die Schrauben der Visco-Kupplung fest gezogen (gut die musste eh ab um an die WaPu zu kommen), Flüssigkeit nachgefüllt und rausgefunden wo es rausläuft: am Einfüllbehälter. Das ist insofern blöd, als dass es etwas umständlich ist den zu wechseln, und wert ist es mir auch nicht. Wenn ich einmal im Monat Kühlflüssigkeit nachfüllen muss ist das auf Sicht von zwei Jahren preiswerter als die Reparatur... also wie mit dem JabiKo, immer schön nachfüllen. Aber irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass auch zur Belohnung mein Hobby-Alkoholismus im Schrank bleiben muss...

Kein Korn am Morjn


Bevor Sie übrigens fragen, ich bin da nicht anders als andere FDL, ich kann mich um diese Uhrzeit lediglich schon wieder artikulieren. Also ohne Steine im Mund oder Pelz auf der Zunge. Und prompt klingt das Telefon ob ich nicht frühstücken mag, der kenne da einen tollen Drink mit kaum Umdrehung. Na dann Prost! :P

Montag, 13. August 2012

Unisex Countdown - Manche Versicherungen lügen wie gedruckt

Axel Kleinlein ist Vorstand des BdV (Bund der Versicherten) und Versicherungsaktuar, hauptsächlich ist sein Job aber der Einsatz im Verbraucherschutz. Dazu gab er jetzt ein Interview im Manager Magazin (mm), aus dem ich zwei Passasgen kopieren mag, weil Sie die Wahrheit schön transportieren:

...
mm: Manche Versicherer sind bereits mit Unisex-Tarifen auf dem Markt, etwa bei Berufsunfähigkeitspolicen. Ein großer Versicherer behauptet, für Männer habe er die Preise stabil gehalten, teilweise sogar gesenkt. Zugleich sparten Frauen gegenüber den alten Bisex-Tarifen bis zu 20 Prozent. Kann so eine Rechnung aufgehen?
Kleinlein: Das ist versicherungsmathematischer Unfug. Das kann aus aktuarieller Sicht ein Unternehmen nur dann machen, wenn es jetzt überhöhte Preise ansetzt und ab nächstem Jahr auf einen Teil der Kosten verzichtet, um damit die Verteuerung durch den Unisex auszugleichen.
mm: Was sollte der Verbraucher jetzt tun?
Kleinlein: Der Verbraucher sollte kühlen Kopf bewahren und zunächst prüfen, ob er noch Absicherungsbedarf hat. Wenn dem so ist, sollte er mit Hilfe eines unabhängigen Beraters ermitteln, welcher Tarif zu ihm passt und ob dieser auch wirklich günstig ist. Erst ganz am Schluss des Entscheidungsprozesses sollte dann die Frage stehen, wie man mit dem dräuenden Unisex umgeht. Man sollte sich also keinesfalls nur mit dem Hinweis auf Unisex in einen Abschluss treiben lassen. Was nützt einem Kunden der beste Unisex- oder Bisex-Vertrag, wenn er ihn schlicht nicht braucht?
...

Alles wird teurer!

...
mm: Es scheint so, als ob die Kalkulation von Unisex-Tarifen nicht nur schwieriger ist, sondern die Intransparenz womöglich auch noch vergrößert. Ist dem so?
Kleinlein: Ja, das ist leider so. Wir können auch nicht ernsthaft hoffen, dass die Versicherer jetzt ihre Produkte gerechter kalkulieren werden. Ich erwarte vielmehr, dass die Risiko- und Kostengewinne in der Lebens- und Rentenversicherung tendenziell spürbar steigen werden. Und diese Gewinne müssen die Unternehmen ja nur zu einem Teil wieder an die Kunden ausschütten. Der Rest verbleibt beim Unternehmen oder landet bei den Aktionären. Unisex wird also weniger zu gerechteren Tarifen führen als vielmehr zu höheren Gewinnen für die Unternehmen. Wie üblich geht das dann zu Lasten der Kunden.
...

(Über-) Staatliche Regulierung bringt hier mal wieder nur Ärger


Ich würde ja gerne was ergänzen, aber Hr. Kleinlein bringt es schon gut auf den Punkt. Für die meisten bedeutet unisex leider nur eins, es geht ins Geld. Was also dem Vermittler damit zwingend mehr Provision gibt, ist für den Verbraucher mal wieder eine bitte Kröte, die es zu schlucken gilt...
Also doch der Aufruf sich noch die homogene (es gibt kein bisex!) Tarife zu sichern? Vielleicht, fragen Sie an, denn fragen kostet Sie erstmal nichts. Oder anders ausgedrückt, wenn Sie jetzt an der Beratung sparen, haben Sie lange nicht mehr so teuer gespart! Also jetzt rechts anklicken!

Freitag, 10. August 2012

Unnötige Versicherungen: 5 Policen, die niemand braucht


Versicherungsvertreter sind sehr geschickte Verkäufer, denen nahezu jeder Anlass gut genug ist, um ein Versicherungsprodukt zu verkaufen. Sicherlich gibt es eine Reihe an Versicherungen, die für den Fall der Fälle die eigene Existenz sichern können und die demnach jeder haben sollte. So etwa eine Privathaftpflicht-, Berufsunfähigkeits-, Kranken- oder Risikolebensversicherung, aber auch eine Wohngebäude- und Unfallversicherung. Dazwischen tummelt sich allerdings eine Vielzahl an Versicherungen, die nur Geld kosten und so gut wie nichts leisten.

#5 Glasbruchversicherung - Das faule Geschäft mit den Scherben

"Glück und Glas, wie leicht bricht das". Mit solchen oder ähnlichen Sprüchen versuchen Versicherungsberater eine Glasbruchversicherung als Ergänzung zur Hausratversicherung zu verkaufen. Eine Glasbruchversicherung bietet eine Allgefahrendeckung. Damit ist es völlig unerheblich, wodurch der Bruch der Verglasung verursacht wurde. Auch wenn die Schäden versehentlich oder selbst verursacht wurden, springt die Versicherung für sie ein. Eine Glasbruchversicherung ersetzt Schäden an der Gebäudeverglasung wie Türen, Fenster, Terrassen, Balkone, Loggien, Decken, Wände oder Sonnenkollektoren. Unter den Versicherungsschutz fällt auch die Mobiliarverglasung mit Vitrinen, Wandspiegeln, Gasgeräten, Öfen, Schränken und Bildern.
Ein ehrlicher Versicherungsvertreter würde seinem Kunden allerdings nur eines raten: "Sparen Sie sich Ihr gutes Geld". Denn ein Haushalt verfügt in den meisten Fällen nur über wenig Glas, sodass sich Glasbrüche relativ selten konkretisieren. Und weil kaum alle Fensterscheiben gleichzeitig zerstört werden, hält sich der finanzielle Aufwand zumeist in Grenzen. Sofern eine Hausratversicherung besteht, ist der Kunde bei Schäden an der Verglasung durch Brand, Sturm und Hagel sogar doppelt versichert. Denn diese Gefahren sind bereits in der Hausratversicherung mitversichert. Der jährliche Aufpreis entspricht zudem in etwa dem Zeitwert, der maximal ersetzt wird. Also Finger weg!

#4 Handy- und Elektronikversicherung - Wie Versicherer mit dem Elektrohype abkassieren

Vom Kühlschrank über die Multimedia-Ausstattung bis hin zum Handy: Viele Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Elektronikartikel aus. Derartige Umsätze regen die Phantasie der Versicherungsbranche an, die sich somit auch in Elektrofachgeschäften auf Kundenfang begeben möchte. Hierzu haben sie kurzerhand sogenannte Handy- und Elektronikversicherung ins Leben gerufen. Je nach Versicherungspaket sind Sturz-, Stoß- und Fallschäden, Schäden durch Feuchtigkeit, Brand, Überspannung, Konstruktionsfehler, Blitzschlag und Einbruchdiebstahl mitversichert. Tolle Sache würde so mancher Kunde sagen.
In der Tat, allerdings nur für die Versicherungsgesellschaft. Denn die meisten Gefahren sind bereits anderweitig abgesichert. So greift bei Material- und Montagefehlern ohnehin die Gewährleistung, während für Konstruktionsfehler der Hersteller haftbar gemacht werden kann. Schäden durch Kurzschluss, Überspannung, Brand oder Einbruchdiebstahl sind ein klarer Fall für die Hausratversicherung. Und sollte ein Dritter für die Beschädigung verantwortlich sein, kann der Umstand der Privathaftpflichtversicherung gemeldet werden. Und wie soll ein Handy durch einen Bedienungsfehler beschädigt werden? Muss die Handy- und Elektronikversicherung in einigen der wenigen denkbaren Fällen doch leisten, erstattet sie lediglich den Zeitwert. Und dafür verlangt die Versicherung teilweise über 200 Euro an Beitrag.


#3 Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung - Wenn Kreativität in Irrsinn umschlägt

Die Kreativität der Versicherer kennt nahezu keine Grenzen. Schade ist bloß, dass hierbei nicht immer die Kundenbedürfnisse im Vordergrund stehen. Nur so lässt sich die sogenannte Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung erklären. Fällt die Hochzeitsfeier ins Wasser, weil Bräutigam, Braut oder enge Angehörige einen Unfall haben oder erkranken, bezahlt die Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung die Stornokosten. Wer ein Fest im Wert von 25.000 EUR absichern möchte, muss stolze 510 EUR hinblättern.
Vielmehr als die Brautleute wird wohl eher der Versicherer ruhiger schlafen können. Denn ein Großteil der Hochzeiten wird deshalb abgeblasen, weil einer der Partner vor dem Altar kalte Füße bekommt. Und genau für diesen Fall sieht die Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung keinerlei Kostenerstattung vor. Außen vor bleiben zudem Aufwendungen für Kirchenschmuck, Mietauto und Einladungskarten. Auch für bereits absehbare Erkrankungen macht der Versicherer keinen Cent locker. Als wäre die Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung nicht schon teuer genug, muss der Kunde zumeist auch noch ein Selbstbehalt von 250 EUR hinnehmen.

#2 Versicherung gegen häusliche Notfälle - Freifahrtschein fürs Gelddrucken

Oft auch als Haus- und Wohnungsschutzbrief bezeichnet, soll die Police Schutz gegen unberechenbare Ereignisse gewähren. Diese erstattet etwa die Kosten für einen Schlüsseldienst oder einen Heizungsinstallateur, wenn sich der Kunde versehentlich aus der Wohnung aussperrt oder die Heizungsanlage den Geist aufgibt. Im Falle einer Insektenplage werden auch die Kosten für einen Kammerjäger übernommen. Sollte der Kunde zudem einen schweren Unfall erleiden, übernimmt der Schutzbrief auch die Betreuung der Kinder und Haustiere.
Obwohl diese Versicherung sehr aufregend klingt, wird sie sich für den Verbraucher kaum auszahlen - allerdings für den Versicherer. Mieter müssen für unverschuldete Schäden wie im Falle eines plötzlichen Wasserrohrbruchs oder einer defekten Elektroanlage ohnehin nicht aufkommen. Dies ist eine Sache des Vermieters. Die Versicherung gegen häusliche Notfälle zahlt demnach unter dem Strich keinen Cent. Zudem werden mit dem vorliegenden Angebot keine Gefahren abgedeckt, die den Verbraucher in den finanziellen Ruin treiben könnten. Aber auch sonst hat das Produkt seine Tücken: Sämtliche Leistungen sind der Höhe nach auf 300 oder 500 EUR pro Versicherungsfall und auf 1.000 bis 1.500 EUR pro Jahr begrenzt. Verbraucher sollten sich nicht täuschen lassen und keine überhöhten Beiträge in diese Versicherung stecken.

#1 Insassen-Unfallversicherung - Täuschung von Versicherungskunden hat Tradition

In den vergangenen Jahren haben sich die Versicherer mit dem Verkauf einer Insassen-Unfallversicherung eine goldene Nase verdient. Diese lässt sich als Ergänzung zu einer Kfz-Versicherung sehr gut verkaufen, weil sie im Gegensatz zum Hauptvertrag betragsmäßig nicht stark ins Gewicht fällt. Die Insassen-Unfallversicherung bietet Versicherungsschutz für Unfälle, welche Mitfahrende beim Gebrauch eines Fahrzeugs erleiden. Auf jeden Insassen entfällt ein Teil der vereinbarten Versicherungssumme, der sich nach der Anzahl aller Mitfahrer richtet.
Leider handelt es sich hierbei abermals um eine Versicherung, die die Welt nicht braucht. Die Insassen-Unfallversicherung ist deshalb so überflüssig, weil sie sich hinsichtlich der Deckung mit anderen Versicherungen überschneidet. So kommt etwa die Kfz-Haftpflichtversicherung des Verursachers für etwaige Personenschäden der Insassen auf. Die Kosten für die Behandlung werden dagegen bereits von der Krankenversicherung übernommen. Arbeitnehmer kommen in den ersten 6 Wochen zusätzlich in den Genuss der Lohnfortzahlung. Nach dem 43.Tag wird immerhin ein Teil des Verdienstes weiterbezahlt. Tritt eine Arbeitsunfähigkeit ein, so ist die gesetzliche Rentenversicherung sowie eine Risikolebensversicherung der Insassen in der Pflicht. Anstelle der überflüssigen Insassen-Unfallversicherung sollte eine normale Unfallversicherung abgeschlossen werden. Denn dann besteht Versicherungsschutz überall auf der Welt und rund um die Uhr.

Quelle: TarifHelfer.de