Montag, 17. Dezember 2012

Überschussbeteiligung in 2013 - Die Reise wird nicht schön

Kurzes Zwischenspiel: Traditionell wird zum Ende des Jahres gesagt, was eine Versicherung glaubt im Folgejahr erwirtschafen zu können. Die Zinsmiesere macht es sicher nicht einfach, aber wenn das da unten wirklich die Überschüsse sein sollen, muss dringend etwas passieren...



Das schlimme ist, ich kann nicht einmal wirklich vom Leder ziehen und den Gesellschaften großartiges Versagen vorwerfen, denn die verschiedenen Gesetze knebeln diese gewaltig. Auffällig ist, dass kleine Versicherungen augenscheinlich besser damit klar kommen als große. Warten wir es mal ab. Sobald mehr Ergebnisse da sind, veröffentliche ich diese (mehr oder minder) umgehend.

Gängiges Vorurteil: Der Deutsche spart viel für später

Wenn man die Reserven pro Kopf berechnet, sind fast alle (nur Spanien nicht) dort genannten Länder besser aufgestellt als Deutschland, ganz besonders Frankreich und Großbritannien...
Mag an den dort wesentlich häufiger verbreiteten Betriebsrenten liegen, ändert aber nicht das Problem bzw. den Rückstand, den es auf zu holen gilt.

Der Wert dieser Aussage ist natürlich überschaubar, aber es beweist ganz klar, dass wir eben NICHT die Sparweltmeister schlechthin sind. Dieses positive Vorurteil hält sich hartnäckig, ist aber falsch! Also an die eigene Nase packen und selbst vorsorgen. Was ich übrigens grad auch mache, nur stellt sich mir die Frage in welche Rürup-Rente ich diesmal Geld packe.

Freitag, 14. Dezember 2012

OMG - Des Spammes schlechte Manifestation

Lesen Sie mal unten, welch merkwürdigen Kommentar ich freischalten sollte. Ohne Quatsch, die Arme Sau, welche die entsprechende Agentur beauftragt hat, tut mir fast leid. Hatte mich schon aufgemacht um eine E-Mail zu schreiben, dass man sein Geld nicht solchen Abzockern hinterher werfen soll. Dann sah ich die Seite des "Mitbewerbers" und mich überkam das blanke Entsetzen.

Wer nicht mal Geld für anständiges Marketing hat, sollte die Branche verlassen! Dann kam mir die Erleuchtung was hier passiert ist, ein schlechter Spambot hat einfach Quatsch übersetzt. Dazu unter dem Bild eine Idee, wie vermutlich der Original Text lauten sollte.


Mein Versuch der englischen Version:
Hi I'm happy because of this helpful article. I work for an advocacy office. I want to share. Shopping for an disability insurance policy is not the same as searching for an car insurance policy or a life insurance policy. Though there are hundreds of companies...

Hm, beim genaueren Lesen stelle ich fest, dass entweder mein Englisch überholungsbedürftig ist oder der Text sogar im Original keinen Sinn ergibt! :P

Dienstag, 11. Dezember 2012

Pervers: Eine Schwangere darf lügen um eine Schwangerschaftsvertretung zu werden

Eine Firma suchte eine Schwangerschaftsvertretung. Die eingestellte Frau war jedoch selbst schwanger, was sie trotz Nachfrage verschwieg, worauf die Firma eine Anfechtung des Arbeitsvertrags wegen Arglist an strebte obwohl die Frau bis zur Anfechtung einsatzfähig war.

Rechtssprechung gem. AGG und EU Gerichtshof


Eine Frau muss eine bestehende Schwangerschaft weder offenbaren, noch die Frage dazu beantworten, da dies laut §3 I 2 AGG eine unmittelbare Benachteiligung darstellt und verboten ist. Nach dem Eu Gerichtshof (EuGH) gilt dies selbst für befristete Verträge, sogar wenn darum kaum gearbeitet werden kann. Das geht so weit, dass selbst für Arbeitsplätze wo die Schwangerschaft eigentlich eine echte Behinderung (wenn auch keine Gefährdung für die Schwangere oder das Kind) ist gelogen werden darf. Nicht dass es relevant wäre, denn bis hierhin sind die Schutzgesetze in Ordnung.

Keine Chance für die Firma vor Gericht


Die Klage wurde vom Landesarbeitsgericht Köln abgewiesen, da auch die klare Befristung der Stelle keine Ausnahme rechtfertige. Sie war zwar der Grund für die Einstellung aber laut Gericht darf man bei einer Schwangerschaft hier ruhig mal lügen... ganz toll.

Grundsätzlich bin ich für Schwangeren- und Mutterschutz! Hier wurde aber mMn (und ich kann ja falsch liegen) gezielt ein Schutz für den eigenen Vorteil missbraucht. Mag sein dass sie arbeitsfähig war, nur wie lange? Das hat für mich ganz klar eine irreführende Absicht gehabt. Die Firma stellt sich auf mehrmonatige oder gar mehrjährige Vertretung ein und hat den nächsten Ausfall. Demnächst bewerben sich noch Blinde (sry, habe grad kein besseres Beispiel) zum Scharfschützen, albern...

Zirkellogik pro Frau


Hier musste niemand geschützt werden. Das ist als ob ich mit krankhafter Pyromanie zur Feuerwehr gehe. Ich kann den Job zwar grundsätzlich machen aber keine Sau würde mir den Job geben, aber in diesem Fall muss es ja anders sein. Und der Chef darf sich nicht einmal mit einem entsprechenden Dienstzeugnis revanchieren.
Ironie wie das Fehlverhalten einer Frau die Frauenquote in bestimmten Bereichen mit begründet, denn der Einstellung weiterer Frauen tut das hier bestimmt keinen Gefallen, tolle Zirkellogik.

Und was freue ich mich auf die Kritiken der ganzen Gutmenschen und Frauenbefürworter, welche mir bestimmt erklären wollen warum ich die falsche Auffassung hätte. Nur zu, ich bleibe bei meiner Äußerung!

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Unisex in der Unfallversicherung

Grundsätzlich bin ich kein großer Fan der Unfallversicherung, aber in manchen Fällen wollen Leute diese trotzdem haben oder sie ergibt sogar Sinn.
Aufgrund von unisex kommen jetzt aber aus jeder Ecke vermeintliche Berater gesprungen und wollen einem erklären was sich änder. Was ändert sich denn bei der Unfallversicherung?

Warum die Unisex-Tarife?

Am 21.12.2012 tritt als Folge des sogenannten „Achat-Urteils“ des Europäischen Gerichtshofs eine gesetzliche Anforderung in Kraft, die den Versicherungsunternehmen untersagt geschlechtsspezifische Unterscheidungen in den Versicherungstarifen innerhalb der Europäischen Union vorzusehen. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch der Vertrieb sogenannter Unisex-Tarife für Männer und Frauen zulässig.

Was ändert sich gegenüber der bisherigen Unfallversicherung?

Eine generelle Anpassung der Tarife wird bei den meisten Versicherungen aufgrund der Einführung von „Unisex“ nicht vorgenommen, Änderungen erfolgen nur für vereinzelte Gruppen.
Mit der Einführung von „Unisex“  werden Frauen entsprechend ihrer beruflichen Tätigkeit analog zu den Männern künftig statt in die Gefahrengruppe A oder B eingestuft und somit wie Männer tarifiert. 
Sprich wer als Frau einen ungefährlichen Beruf hat, für den ändert sich nichts!

Für wen wird es mit dem Unisex-Tarif teurer? 

Bisher wurden alle Frauen unabhängig von ihrer beruflichen Tätigkeit in die Gefahrengruppe A
eingestuft. Künftig werden im Unisex-Tarif Frauen - analog der Regelung für Männer - entsprechend
ihres ausgeübten Berufes eingestuft. Frauen  die einen Beruf nach Gefahrengruppe „B“  ausüben,
werden zukünftig auch nach Gefahrengruppe „B“  tarifiert. Für diese relativ kleine Personengruppe
ergibt sich somit ein höherer Beitrag.

Sie zahlten in der Vergangenheit einen höheren Preis als ihre männlichen Altersgenossen. Für die
Männer in diesem Segment wird es damit teurer, weil künftig Männer und Frauen einen einheitlichen Beitrag haben werden.


Wer profitiert vom Unisex-Tarif?

Steht doch da oben! ;)

Bestandskunden: Was passiert wenn Bestandsverträge geändert werden? 

Die Art der Änderung entscheidet über unisex!

Formale Änderungen lassen die heterogene Tarifwelt wie sie ist, dazu zählt z.B. Zahlweise, Adresse, Bezugsrecht etc. Auch bei risiko reduzierenden Änderungen, wie dem Wegfall einzelner Leistungsarten oder der Herabsenkung der Versicherungssumme ist keine Umstellung notwendig.

Bei allen materiellen, also risiko erhöhenden Änderungen ist eine Umstellung auf Unisex vorgeschrieben. Hierzu gehören beispielsweise die Umstellung von einer älteren auf die neueste Bedingungsgeneration oder der Einschluss neuer Leistungsarten, die bisher nicht versichert galten. Betroffen sind auch Umstellungen vom Kinder- auf den Erwachsenen-Tarif oder der Wechsel der Berufstätigkeit mit Änderung der Gefahrengruppe.
Ausnahme ist hier eine Versicherungssummenerhöhung gemäß vertraglich vereinbarter Dynamik oder aufgrund einer vertraglich vereinbarten Option wie der Nachversicherungsgarantie.  

Achtung: Anbieter mit automatischen Bedingungsupdates überlegen Lösungen dazu, denn hier könnten diese erstmalige negativ sein!

Beratungsangebot für Verbraucher


Sollten Sie aufgrund Ihrer Vertragskonstellation im Einzelfall (bei einer vertraglichen Änderung) nicht sicher sein, unterstützen und beraten wir Sie gerne bei der Bewertung des Sachverhalts.
Dabei prüfen wir auch ob die Unfallversicherung wirklich das für Sie sinnvollste Produkt ist, denn in 9/10 Fällen gibt es bessere Lösung, die oft nicht einmal mehr kosten aber mehr leisten!

Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Kostenfreie Mehrleistungen in der Janitos Multi-Rente (Funktionsinvaliditätsversicherung)

In Deutschland gilt uniso das Credo, dass ein jeder eine Arbeitskraftabsicherung haben sollte, gemeinhin wird die Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz BU) empfohlen. Leider kann/will nicht jeder sich eine leisten oder ist schlicht nicht versicherbar, z.B. aufgrund von Vorerkranknungen. Hier kommen dann die BU-Ersatzprodukte ins Spiel, wobei mein Favorit die Funktionsinvaliditätsversicherung ist.

Die Funktionsinvaliditätsversicherung zahlt eine (teils lebenslange) Rente, wenn eines der u. g. Ereignisse eintritt:


  • Pflegebedürftigkeit
  • Unfall mit min. 50% Invalidität
  • Organschäden (z. B Herz, Leber, etc.)
  • Grundunfähigkeit (= Einschränkungen des Bewegungsapparats: Gehen, Sitzen, Stehen, etc.) von min. 100 Punkten (interner Punktekatalog ähnlich der Unfallversicherung)

Das Produkt "patzt" vor allem im Bereich der pyschosomatischen Erkrankungen, weil diese quasi nicht versichert sind. Trotzdem ist es ein gutes Produkt, weil es sehr viele andere Dinge absichert, preiswerter ist und eine andere Gesundheitsprüfung hat.
Passt nicht für jeden aber für sehr viele Berufe, gerade wenn diese universell einsetzbar sind (z. B. Ingenieure) oder körperlich betonte Arbeit haben (z. B. Handwerker).
Interessenten, welche keine BU erhalten oder nur zu schlechten Bedingungen, können eine Multi-Rente zum Teil ohne Zuschlag oder Ausschluss erhalten.


Die Janitos bessert kostenfrei die Leistungen der Multi-Rente (=Funktionsinvaliditätsversicherung) auf, auch für Bestandskunden

Seit dem 01.12.2012 gibt es für alle neuen und alten Janitos Kunden die u. g. Mehrleistungen gratis:

  • Schwere Krankheit [Dread Disease]: Bspw. Krebs, Demenz, HIV-Infektionen und Enzephalitis
  • Eine Kapitalsofortleistung bei Eintritt des Leistungsfalls
  • Keine Verletzung einer Vertragspflicht, wenn man erst später zum Arzt geht, weil man nix schlimmes befürchtet
  • Für Kinderverträge gilt, dass diese kostenfrei weitergeführt werden, wenn der Empfänger die Eltern sind
  • Nach dem fünften Jahr kann die Rente ohne Prüfung erhöht werden, ohne besonderen Grund
Die Janitos Versicherung AG ist einer der wenigen Versicherungen, welche mir in der Praxis extrem positiv aufgefallen sind. Gute Produkte, gute Kommunikation, top Leistungsregulierung, noch keiner meiner Mandanten hat sich beschwert aber einige haben sich positiv geäußert!

Sondervereinbarung für Gefahren- und Extremsport


Da ich und einige meiner Freunde/Bekannten/Kollegen fiese Hobbys ausüben, habe wir hier die Möglichkeit diese ohne Zuschlag mit zu versichern. U. a. ohne Probleme: Schwertkampf, Fechten, Combat-Reenactement, Bogenschießen, Armbrustschießen, etc.
Wenn Sie Angebote brauchen oder Beratung wünschen, kontaktieren Sie uns am besten jetzt via E-Mail.

MfG
Walter Benda

Montag, 3. Dezember 2012

Unisex - Prämienerhöhung - Konkrete Zahlen

Mal ehrlich, an jeder Ecke schreien alle, dass unisex der Grund sei warum man jetzt noch abschließen soll. Vereinzelt mag das stimmen aber in der Masse der Fälle geht das am Bedarf vorbei. Interessant finde ich diese Hochrechnung des Versicherungsvermittlers MLP (ich sage bewusst NICHT Makler obwohl so registriert), welche mal Schätzungen für die Prämienerhöhungen von sich gegeben hat.

 

Wieso wird die BU für Männer teurer? Ergibt keinen Sinn!

Mein aktueller Sachstand besagt, dass mehr Männer als Frauen eine BU Versicherung haben, also das größere Versichertenkollektiv stellen. Es werden mehr Männer als Frauen im Laufe des Berufslebens berufsunfähig, nämlich im Verhältnis 5:1 (Frauen) und 3:1 (Männer). Männer haben im Schnitt die schlechtere Bildung, sowie die gefährlicheren Berufe. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist, da Männer viel mehr extrem gute wie extrem schlechte Risiken haben während Frauen im Schnitt einer höhere, mittlere Arbeit besitzen.
Demnach stünden vier Gründe gegen eine Verteuerung und nur einer dafür. Und irgendwie kann ich mir grad nicht vorstellen, dass die gefährlicheren Berufe - zumal man bei der BU ja immer von risikoadäquaten Prämien spricht - eine derart große Auswirkung haben können. 
Denn im Umkehrschluss müsste jetzt eine Quersubventionierung durch Frauen, sowie "gute" Männerberufe erfolgen. Aber genau das passiert nicht, denn der Diplom-Kaufmann bekommt einen subventionierten Vertrag (ist ja ein erwünschtes "Risiko") während der Dachdecker schon arge Probleme bekommen wird überhaupt einen Vertrag zu erhalten. Ist ja fair, von wegen Fairsicherung...

Und wieso sind bei Dread Disease die Frauen günstiger gewesen obwohl es keinen Grund dafür gab?

Das muss bitte mir jemand erklären. Wenn wer eine Antwort weiß, meinetwegen auch rät, dann bitte melden. Ich verstehe es nicht... 
Es mag mir nicht einleuchten warum man da unglaubliche Subventionen laufen lassen muss. Meinetwegen gewillkürt aufgrund überzogener Wachstumsziele. Nur verstehe ich echt das warum nicht. Hilfe... *kopfschüttel*

Bei den restlichen Versicherungen wundert mich das alles nur wenig, da ich das meiste erwartet habe. Die Höhe der Anpassungen scheint mir indes zu hoch, denn kein Kunde wird im Anschluss vergleichen was er hätte sparen können, wenn er denn gespart hat. Jaja, so feuert MLP mal wieder die eigenen Vertreter an. Ist von MLP, muss ja stimmen... jaja, und Versicherungsvermittler sind nicht zu Unrecht der unbeliebteste Beruf Deutschlands. Ich schweife ab!

Handeln Sie jetzt, aber handeln Sie überlegt!

Denken Sie kurz nach, prüfen Sie Ihren Bedarf, kontaktieren Sie dann den Berater Ihres Vertrauens oder auch uns.