Donnerstag, 28. März 2013

Hosen runter - LKW Fahrer müssen jetzt das "Scheiß"-Buch führen

Das Fernfahrer viel unterwegs sind weiß vermutlich ein jeder in Deutschland. Dass sie Spesen und Unkosten abrechnen dürfen vermutlich auch... dass sie aber Dank Finanzbehörde der Länder (Az. IV C 5 - S2353/12/10009) jetzt jeden Klogang eintragen müssen - wobei eine Verrechnung der Wertbons außen vor bleibt - das ist ein typisch deutscher Wahnsinn.

Im Fahrtenbuch steht ja wann und wo ich warum hin musste, ich bin gespannt auf die Lösung im "Scheiß"-Buch der Fernfahrer. Übrigens ist diese Fäkalformulierung mal nicht meinem Kopf entsprungen, sondern einem Amtsleiter, der für die öffentliche Kritisierung ein DisZi (Disziplinarverfahren) erhalten hat. Schöne, neue Welt...

Das kleine Handbuch der Vertriebsausreden

Der Versicherungskritiker beschäftigt sich ja den ganzen Tag mit Humbug, manchmal treibt er sich auch in pseudo sozialen Netzwerken rum und gibt da seinen Senf zu. Bei XING suchte ein Coach - Hr. Glaubitz möge mir verzeihen, da ich keine bessere Bezeichnung habe - die besten Ausreden im Vertrieb. Und als klassischer Maulwerker bin ich ja nicht auf den Mund gefallen, und habe einfach mal gewonnen. Gab aber auch gute Beiträge anderer Leute, kurz lesen und schmunzeln... oder mich als vulgär abtun!

Donnerstag, 14. März 2013

Unzulässige Ausspannung bei der Krankenzusatzversicherung?

Die CSS machte vor allem mit ihren Zahntarifen Schlagzeilen, da sie gute Leistungen für kleines Geld anbot. Das Kalkül ging auf, die Kalkulation anscheinend nicht, weshalb es gerüchteweise zum 01.04.2013 entsprechende Beitragsanpasseungen (kurz BAP) geben wird.

Dreibuchstabenversicherer bläst zum Angriff


Es soll da einen Laden geben, gar nicht so weit von meiner Wohnung weg, der "macht auch in Krankenversicherungen". Und kurzer Hand hat man dort beschlossen, dass man dem unliebsamen Wettbewerber CSS Marktanteile durch Kundenklau wegnehmen möchte. Ich zitiere mal das Original Schreiben, danke an den Maulwurf für die Information, welches lautet:



"Die Kunden der CSS haben eine Anpassung für den Bereich Zahnzusatz erhalten. Die Anpassung wird wirksam zum 01.04.2013.

Hier die wichtige Information von Herrn Wichtig, Geschäftsführer der Dreibuchstabenversicherung:


„Bei allen Kunden mit einer Zahnzusatzversicherung bei der CSS, welche aktuell dort kündigen und nahtlos den Versicherungsschutz bei uns mit "Zahn Super" oder "Zahn Superer" fortsetzen, verzichten wir auf die Wartezeit von 6 Monaten.

Wir erkennen diese Kunden daran, dass auf dem Papierantrag zu Zahnvorsorge deutlich auf der 1. Seite vermerkt ist: "Vorversicherung bei CSS" (s. Anlage).
Andere Wege oder Medien können nicht erkannt und nicht hierfür verwendet werden.

Bei diesen Anträgen mit der Kennung wird das Wartezeiten-Kennzeichen nicht gesetzt. D.h., für diese Kunden gilt keine Wartezeit.  
Leistungen können bereits innerhalb der ersten 6 Monate abgerechnet werden.

Ist das wirklich rechtens?


Meinem Gefühl nach nicht, denn mWn erfüllt das hier den Tatbestand der Ausspannung. Kundenklau ist ja in einem gesättigten Markt das täglich Brot, doch nicht mit unlauteren Mitteln. Man stelle sich vor McDonalds würde sich vor Burger King stellen und sagen: "Für jeden von deren Burgern, die Sie wegwerfen, schenken wir Ihnen zwei von unseren!". Da würden auch alle auf die Barrikaden gehen, nur laufen solche Schweinereien bei Versicherungen normalerweise im Verborgenen ab!
Gut, jetzt kann man einwenden, dass dieses Schreiben nicht direkt von der Dreibuchstabenversicherung kommt, sondern von der Dreibuchstabenversicherung Kranken Makler GmbH. Aber da diese Läden garantiert untereinander verbandelt sind, trügt diese Kosmetik nicht den schlechten Schein!

Unkonventioneller Bank Werbespot - Wahrsager weiß alles über Sie

Vermutlich sind Sie genau so wenig gläubig wie ich, wenn es heißt, dass jemand meine Zukunft kennt, aus der Hand lesen kann oder sonstigen Esoterik Kram erkennt, stimmt's? Dann schauen Sie mal dieses Video einer belgischen Bank Febelfin und werden Sie eines besseren belehrt... Ich finde die Idee gut, denn das Leben der meisten Menschen lässt sich mittlerweile online rekonstruieren. Vor 20 Jahren haben alle wegen dem Mikrozensus aufgeschrien und heute prostituieren sie sich selbst im Internet? Machen Sie bei diesem Wahnsinn nicht mit. Und sollten Sie bei Facebook und Co sein, überlegen Sie nicht, löschen Sie am besten gleich Ihren Account und kehren Sie zum ursprünglichen Leben zurück. Argh, ich drifte ab. Belassen wir es bei, ein schöner Werbefilm!

Mittwoch, 6. März 2013

Der Niedergang Deutschlands - Verrat durch unsere Politdarsteller

Vor einigen Wochen habe ich die EU Pläne zur Privatisierung von Wasser bereits kritisiert. Und ganz heimlich haben unsere Politdarsteller, Volksverräter oder wie man das Dreckspack nennen darf die u. g. Abstimmung durchgeführt.

Volksverräter der großen Parteien


Offensichtlich gibt es bei CDU/CSU quasi keinen und bei der FDP gar keinen vernünftigen Menschen mehr. Bei der SPD tummeln sich nur Feiglinge oder Idioten. Eigentlich bin ich kein Fan der Linken oder der Grünen, aber zumindest hier machen sie was richtig. Wie zum Teufel kann ein Mensch wirklich Wasser als Menschenrecht verkennen?

Achja, es gibt eine Namensliste der ganzen Arschlöcher - wer eine passendere Bezeichnung hat möge sie Kund tun - samt Namen. Sie haben eine dieser Parteien gewählt? Gehen Sie auf die Barrikaden und fragen Sie wie man so etwas mit seinem Gewissen vereinbaren kann! Außerdem kann man bei derart geschlossenen Blöcken doch gar nicht mehr von freier Meinungsäußerung sprechen!

Mein Respekt für gewisse Politker ist gerade unter das von radikalen Parteien oder Fundamentalisten gesunken, wie erbärmlich...


Freitag, 1. März 2013

Beim Autounfall wird ein kaputter Laptop nicht bezahlt

Gemäß geltender Gefährdungshaftung ist die Haftung für die Beschädigung von beförderten Sachen ausgeschlossen, insofern diese nicht am Körper getragen oder mitgeführt werden. Ein Direktanspruch an eines Geschädigten an die Versicherung des Unfallverursachers gilt nach §115 VVG.
Die Versicherung regelt ihre Regulierung in den AKB (allgemeine Kraftfahrbedingungen), wo die Haftung auf üblicherweise mitgeführte Gegenstände wie Kleidung, Brillen oder Portemonnaies begrenzt ist, wodurch diese einen Laptop ausschließt.

Unfallopfer klagte vor dem LG Erfurt auf Schadensersatz


Ein Unfallopfer klagte, da sein Laptop beschädigt wurde, wobei der Unfall nicht konnte rekonstruiert werden konnte. Obwohl das Opfer den Laptop berufsbedingt mitführte, verneinte das LG Erfurt den Schadensersatz mit Hinweis auf §8 III StVG, denn der Laptop sei im Vergleich zu einem Handy groß und sperrig und sei deshalb nicht als "üblich mitgeführt" an zu sehen.

Mein persönlicher Senf dazu

LG Erfurt Urteil vom 29.11.2012 mit Az. 1 S 101/12
Irgendwie erscheint mir das Urteil kleinlich, denn heut zu Tage rennt schon jeder depperte Zivi und/oder Soldat mit nem Laptop umher, da darf man bei Geschäftsleuten ja wohl von "üblich mitgeführten" Gegenständen ausgehen. Ironie, dass ein 1.000€ Handy also bezahlt würde aber ein 500€ Laptop nicht. An Stelle des Opfers würde ich hier ganz klar in Revision gehen, beim lesen der Urteilstexte kommt mir das alles reichlich spanisch vor!